[Tustep-Liste] Schriftgroessen-Modifikation im Satzprogramm

Johannes Leicht leic2501 at uni-trier.de
Wed Jan 11 10:37:40 CET 2006


Lieber Michael, liebe Listenleser

> Fuer den Fall, dass Sie sich mit mir darueber freuen:
> Halleluja.

Halleluja!

Und auch von meiner Seite einen großen Dank an den Programmautor. Die 
relative Schriftgrößenänderung wird mir in Zukunft vieles ereleichtern. 
Existiert es schon eine der Öffentlichkeit zugängliche Version, mit der 
man diese Neuerung ausprobieren könnte?

Mit den besten Grüßen

Johannes Leicht


 > Diskussionsforum Tustep-Liste
 > Weitere Informationen: www.itug.de
 > ------------------------------------------------------------
 >
 >
 > Liebe Freunde, Kollegen, TUSTEPler,
 >
 > der folgende Hinweis ist nur fuer Anwender des TUSTEP-
 > Satzprogramms von Interesse, die in der Detailtypographie
 > viel Aufwand betreiben.
 >
 > Sie kennen vielleicht das Problem, dass im Satzprogramm
 > zwei Schriften verwendet werden sollen, die nicht beson-
 > ders gut miteinander harmonieren - beispielsweise eine
 > lateinische Garamond und eine griechische Times:
 >
 > ------------------------------------------------------
 > Text Text Text Text Text Text Text Text Text Text Text
 > Text #g+griechischer Text#g- Text Text #g+griechischer
 > Text#g- Text Text Text Text Text Text Text Text Text
 > ------------------------------------------------------
 >
 > In diesem Fall sind in der Regel die Kleinbuchstaben
 > (Gemeinen) der Times etwas hoeher als die der Garamond,
 > was nicht gut aussieht. Um das Problem in den Griff zu
 > bekommen, konnte man bisher beispielsweise zu einer
 > Loesung greifen wie folgt:
 >
 > ------------------------------------------------------
 > Text Text Text Text Text Text Text Text Text Text Text
 > Text <g+>griechischer Text<g-> Text Text <g+>griechischer
 > Text<g-> Text Text Text Text Text Text Text Text Text Text
 > ------------------------------------------------------
 > Satzmakros:
 > MAC       <g+>#g+&!k(-0,75)
 > MAC       <g->&!k{#g-
 > ------------------------------------------------------
 >
 > Da diese lokale Umschaltung des Schriftgrades fuer den
 > Brottext freilich absolut erfolgte, war sie *nicht*
 > brauchbar, wenn sie in einer Umgebung mit deutlich
 > groesserem oder kleinerem Schriftgrad (z.B. in Ueber-
 > schriften oder Fussnoten/Apparaten) verwendet wurde;
 > dort musste die Schriftgradumschaltung mit anderen
 > Werten erfolgen.
 >   Es gab ausserdem, wie Johannes Leicht vor laengerer
 > Zeit schon einmal hier auf der Liste angemerkt hat, da-
 > mit noch ein weiteres Problem: Wenn der Benutzer selbst
 > in einer laengeren Textpassage eine Schriftgroessen-
 > modifikation vornahm *und* in dieser Passage Grie-
 > chisch wie im o.g. Beispiel vorkam:
 >
 > ------------------------------------------------------
 > Text Text <s->Text Text Text Text Text Text Text Text Text
 > Text <g+>griechischer Text<g-> Text Text <g+>griechischer
 > Text<g-> Text Text Text Text Text Text Text Text<s=> Text
 > ------------------------------------------------------
 > Satzmakros:
 > MAA       <g+>#g+&!k(-0,75)
 > MAA       <g->&!k{#g-
 > MAA       <s->&!k(+0:-0,25)
 > MAA       <s=>&!k{
 > ------------------------------------------------------
 >
 > wurde die mit dem ersten <s-> vorgenommene Groessenumschal-
 > tung schon beim <g+> beendet. Um dies in den Griff zu be-
 > kommen und etwa folgendes Resultat zu erzielen:
 >
 > ------------------------------------------------------
 > Text Text <s->Text Text Text Text Text Text Text Text
 > Text<s=> <g+>griechischer Text<g-> <s->Text Text<s=>
 > <g+>griechischer Text<g-> <s->Text Text Text Text Text
 > Text Text Text<s=> Text
 > ------------------------------------------------------
 >
 > war entweder grosser manueller oder einiger programmier-
 > technischer Aufwand noetig.
 >
 > Diese Kruecken werden jetzt, nach einer unscheinbaren
 > Neuerung im Satzprogramm, *nicht* mehr benoetigt. Der
 > Programmautor hat den neuen Parameter SGM (= Schrift-
 > groessenmodifikation) eingefuehrt, mit dem man fuer
 > jede auf dem Parameter SCH angegebene Schrift in Pro-
 > milleschritten (und damit *relativ*!) angeben kann,
 > um wieviel sie verkleinert oder vergroessert werden
 > soll. Ein Beispiel:
 >
 > -----------------------------------------------------
 >       * Adobe Times New Roman + Newton Griechisch:
 > SCH       40501 40502 40504 40503 40505 31781 31782
 > SGM        1000  1000  1000  1000  1000   960   960
 > -----------------------------------------------------
 >
 > Es ist nicht nur moeglich, einen einzelnen Wert anzu-
 > geben, sondern man kann auch Wertepaare, durch ':'
 > getrennt (z.B. '960:1080'), angeben.
 >
 > Fuer den Fall, dass Sie sich mit mir darueber freuen:
 > Halleluja.
 >
 > Ein weiteres Problem laesst sich ebenfalls ganz ein-
 > fach damit loesen: Wer viel Aufwand in der Detail-
 > typographie betreibt, wird Versalketten (z.B. roemi-
 > sche Zahlen/Jahreszahlen) je nach Schrift ein kleines
 > bisschen kleiner setzen, um den unangenehmen Eindruck
 > der Klobigkeit und Sperrigkeit zu mildern. Dazu musste
 > er zu Mitteln greifen wie oben beschrieben - mit den-
 > selben haesslichen Konsequenzen. Auch das ist nicht
 > mehr noetig, es geht beispielsweise:
 >
 > -----------------------------------------------------
 >       * Adobe Times New Roman + Newton Griechisch:
 > SCH       40501 40502 40504 40503  40501  31781
 > SGM        1000  1000  1000  1000 940:920   960
 > -----------------------------------------------------
 > Satzmakros:
 > MAA       <pt>##
 > MAA       </pt>##{
 > ------------------------------------------------------
 >
 > Hier wurde die als Grundschrift verwendete Schrift Nr.
 > 40501 ein zweites Mal, naemlich im Umschaltbereich fuenf,
 > angegeben und fuer diese fuenfte Schrift auf SGM die
 > fuer Versalketten benoetigte Modifikation eingetragen.
 > Das fuer solche Faelle verwendete Makro <pt> schaltet
 > jetzt nur noch auf diese fuenfte Schrift um - damit
 > sind alle frueher daran gekoppelten Dreibastigkeiten
 > sauber vermieden.
 >
 > Aber das ist noch nicht alles. Kennen Sie vielleicht
 > das Problem, dass manche Schriften (typischerweise
 > manche Griechisch-Fonts) so eng laufen, dass sich die
 > Buchstaben manchmal etwas beruehren? (Ich meine mich
 > zu erinnern, dass dies hier auf der Liste schon ein-
 > mal eroertert und eine Loesung dafuer gefordert wurde.)
 > Wer dieses Problem hatte (oder noch hat), moege sich
 > sich einmal den ebenfalls neuen Parameter SLW (= Schrift-
 > laufweite) etwas naeher ansehen, mit dessen Hilfe eine
 > einfache und gute Loesung moeglich ist.
 >
 > Herzlichen Dank an den Programmautor und viele Gruesse
 > in die Runde von
 >
 > Michael Trauth
 >
 >
 >
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 > Dr. Michael Trauth                  e-mail: trauth at uni-trier.de
 > Rechenzentrum                       office: Tel. 0651-201-3413
 > der Universitaet                            Fax  0651-201-3921
 > Universitaetsring                secretary: Tel. 0651-201-3417
 > D-54286 Trier
 > ---------------------------------------------------------------
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