[Tustep-Liste] EPS-Grafiken / *PSAUS

Michael Trauth trauth at uni-trier.de
Tue Mar 15 00:46:56 CET 2005


Lieber Herr Till,

zu Ihrer Frage:

> Mit einer Sache komme ich aber noch 
> nicht zurecht. Was muß ich denn bei 
> *GRAFIK bei Abstand und Schneiden 
> angeben? Das war bei meinen Scans 
> irgendwie einfacher, oder ich kann's 
> nicht mehr. Mit den unten angebenen 
> Einstellungen wird die Abbildung zwar 
> ausgegeben bei &!(#G001)  - dann 
> natürlich einfach über den Text -, nicht 
> aber bei $$230##001$${. Liegt das daran, 
> daß nichts ausgegeben wird, wenn die 
> Aussparung zu klein ist?
> Hier noch die Angaben zu Abstand und 
> Faktor, und die Angaben zur Bounding 
> Box. Bei der Beschreibung im Handbuch 
> steige ich nicht durch:
> 
> ===== Grafik 1 ("Abbildung 1"), Abstand: 
> -275 -424  Faktor: 100.0
> 
> %%BoundingBox: -7 241 295 483

Darf ich Sie zum Thema Bounding Box der Einfachheit
halber auf die Postscript-Bibel von Thomas Merz ver-
weisen, die als PDF-Download durchs Internet geistert?
Dort finden Sie auf den S.29ff. ausfuehrliche Erlaeu-
terungen zum Thema. Die vier Werte in der Zeile
> %%BoundingBox: -7 241 295 483
beschreiben in einem groesseren Raum (den Sie sich
beispielsweise als Blatt Papier vorstellen koennen)
ein Rechteck, das die eigentliche Grafik enthaelt
(wobei diese sich wie in Ihrem Fall *irgendwo* auf
dem Blatt, also durchaus nicht links unten oder oben
oder sonstwo zwingend befinden muss - was den Umgang
mit ihr um einiges erschwert, denn der ueberfluessige
Raum um die Grafik herum muss natuerlich beim Plazie-
ren - und ganz besonders beim Berechnen der Ausspa-
rung, die ja genau das Grafikobjekt zeigen soll -
mit einigem Aufwand mit einkalkuliert werden). 
Die beiden ersten Werte bezeichnen davon die linke
untere Ecke, die beiden folgenden die rechte obere.
Letztere sind es auch, die Sie in der von Ihnen ge-
nannten TUSTEP-Zeile wiederfinden, lediglich umge-
rechnet von Pica- auf Didot-Punkte. Mit SCHNEIDEN=
ist in #*grafik die Moeglichkeit bezeichnet, den
ueberfluessigen (Weiss-)Raum wegzuschneiden, will
sagen: Sie schneiden genau das Rechteck aus, das
Sie interessiert. Nach meinen Erfahrungen fordert
das freilich vom Einsteiger (zu) viel Abstraktions-
und Imaginationsvermoegen. Der Umgang mit der Grafik
wird wesentlich vereinfacht, wenn man sie in der Bild-
verarbeitung von vornherein genau so anlegt, wie Sie
es (vermutlich) schon mit Ihren Scans gemacht haben,
indem Sie a) alles Ueberfluessige weggeschnitten und
b) die linke untere Ecke exakt in den Nullpunkt (0 0)
gelegt haben. Damit ist die Vorstellungskraft des
lernenden Adepten nicht ganz so stark gefordert bzw.
ueberfordert - er muss sich nur merken, dass dort,
wo er den Aufruf &!(#g1) hinsetzt, sich die linke
untere Ecke der Grafik befindet. Im Illustrator geht
das garantiert - ich kann Ihnen allerdings nicht sagen
wie, weil ich das Programm nicht besitze. Fuer eine
schnelle Loesung wuerde ich die EPS-Datei einfach
im Photoshop oeffnen. Der fragt, mit welcher Aufloe-
sung und in welchem Modus (Graustufen, Farbe, S/W)
die Vektorgrafik gerastert werden soll - und das
Ergebnis koennen Sie dann so bearbeiten, wie Sie's
schon mit besagten Scans gemacht haben. Nachteil:
Das gerasterte Bild ist allem Vermuten nach *viel*
groesser als die Vektorgrafik - aber das koennen
Sie vielleicht verschmerzen...

In der Hoffnung, dass Ihnen das ein bisschen weiter-
hilft, gruesst herzlich

Ihr Michael Trauth


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Dr. Michael Trauth                  e-mail: trauth at uni-trier.de
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