[Tustep-Liste] Scripting und Satz, Teil 1

Giorgio Giacomazzi giorgio at giacomazzi.de
Thu Jun 16 09:52:45 CEST 2005


Lieber Herr Trauth,

ich will zuerst auch betonen, daß die unterschiedliche Einschätzung von 
Sachverhalten nicht und wahrscheinlich nie meine Hochschätzung Ihrer 
Großzügigkeit und Hilfsbereitschaft und, wenn Sie es erlauben, meine 
persönliche Sympathie für Sie gefährdet.

In der Sache aber: Es besteht endlich die Möglichkeit, #kopiere in 
reellen Produktionsumgebungen zu ersetzen; es ist nicht einmal meine 
bevorzugte Lösung, aber eine mit der ich leben kann. Nun bieten Sie als 
Hilfe in einem für #kopiere m.E. ungeeigneten Fall (deshalb die 
ausholenden Ausführungen) immer neue #kopiere-Varianten und dann auch 
noch undokumentierte und unveröffentlichte #kopiere-Erweiterungen an. 
Letzteres hat mich besonders aufgerüttelt, weil ich dachte, daß #kopiere 
inzwischen zugunsten der Makrosprache nicht mehr entwickelt würde: Ich 
denke nicht, daß #kopiere und Makros gleichen Vorrang haben und gerade 
vor dem "Nachwuchs" gleich gut verantwortet werden können, sondern daß 
bei der Makrosprache noch etwas zu tun ist und man sich darauf 
konzentrieren sollte. Das führt aber schon wieder zu weit und ich setze 
vielleicht ein anderes Mal fort.

Mit den besten Grüßen,

Giorgio Giacomazzi

Michael Trauth wrote:
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> 
> 
> Lieber Herr Giacomazzi,
> 
> dankeschoen fuer Ihren Diskussionsbeitrag, auf
> dessen Fortsetzung ich gespannt bin. Zwei Zwi-
> schenbemerkungen kann und will ich mir jedoch
> schon jetzt nicht verkneifen:
> 
> 
>>Kopfschütteln aus. Interessant ist, daß Herr
>>Trauth doch die Scripting-Lösungen von Herrn
>>Schälkle und von Herrn Derkits besser findet.
>>Ich verstehe dann jedoch nicht, warum er doch
>>auf #kopiere insistiert.
> 
> 
> Habe ich insistiert? Wenn ja, so ist es mir nicht
> aufgefallen. Dass ich bei meiner ersten Loesung zu
> #ko gegriffen habe, hat einen guten Grund: Sie hat
> mich nur ca. zwei Minuten gekostet, jeder andere
> Versuch waere mit wesentlich mehr Aufwand fuer mich
> verbunden gewesen. Mit 'insistieren' hat das m.E.
> freilich nichts zu tun - es wurde lediglich eine
> schnelle, von Herrn Brunschoen uebrigens auch ge-
> nau *so* angefordete Hilfe geleistet. Und dass ich
> gestern die #ko-Loesung dreifach verbessert und
> abgespeckt nachgeliefert habe, war lediglich eine
> gebuendelte Antwort auf Fragen, Hinweise und Tips,
> die in der Zwischenzeit bei mir eingegangen waren.
> Will sagen: Einfache Antworten sollten m.E. nicht
> unter 'Insistieren' (was immer die unangenehme Kon-
> notation von Sturheit und Betonkoepfigkeit als Hy-
> pothek mit sich herumschleppt) verbucht werden.
> 
> 
>>Das ist keine gute Werbung für die, wie ich
>>finde, wichtigste Erneuerung in Tustep seit
>>Jahren, die Einführung des modus streams bei
>>Dateizugriffen in der Makrosprache. (Vom Wer-
>>beeffekt für den Makrokurs zu schweigen). Al-
>>lerdings beurteilt Herr Leicht die Tragweite
>>dieser Erneuerung ähnlich wie ich.
> 
> 
> Woraus schliessen Sie, dass meine Beurteilung
> anders ist? Ich war eigentlich der Meinung,
> mich in meiner letzten Mail unmissverstaend-
> lich im selben Sinne geaeussert zu haben.
> 
> Zu Ihren weiteren, in der Sache zweifellos rich-
> tigen Hinweisen: Wenn ein Anwender ein bestimmtes
> Kodierungssystem verwendet und ein Problem X damit
> hat, dann ist es nicht die Aufgabe der Hotline, an
> die er sich wendet, ihm die Umstellung seiner Ar-
> beiten auf eine andere Form der Verarbeitung nahe-
> zulegen (denn einer allgemeinen Erfahrung zufolge
> besteht dann zumindest das erhebliche Risiko, dass
> er zwar sein Problem X geloest hat, er sich aber
> weitere, neue, nicht absehbare Risiken W, Y und Z
> auflaedt). Bei einer Hotline-Anfrage also "Fol-
> gende Aufgabe soll so und so geloest werden. Wie
> geht das?" sehe ich es nicht als meine Aufgabe an
> zurueckzufragen "Wozu brauchst Du das ueberhaupt?
> Und warum ist das ueberhaupt ein Problem fuer Dich?",
> sondern ich liefere - wenn ich dazu in der Lage bin -
> eine Loesung, die der gestellten Frage moeglichst
> exakt entspricht. Zugegeben, vor Jahren habe ich,
> von missionarischem Eifer beseelt, auch schon an-
> ders darueber gedacht und reagiert, aber zahlrei-
> che Belehrungen durch die Realitaet haben mich
> davon abgebracht.
> 
> Es sei noch betont, dass dies die grundsaetzliche
> Bedeutung und besonders den konzeptionellen Wert
> Ihrer Ausfuehrungen natuerlich nicht im geringsten
> in Frage stellt.
> 
> Viele Gruesse reihum von
> 
> Michael Trauth
> 
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