[Tustep-Liste] Formatiere-Steuerzeichen

stahl at germanistik.uni-wuerzburg.de stahl at germanistik.uni-wuerzburg.de
Thu Mar 27 13:31:20 CET 2003


Lieber Michael,

vielen Dank für Deinen langen Kommentar zu meiner Mail.

> > Deshalb habe ich folgende Bitte: $n und $$$n sollten wieder in
> > die Beschreibung kommen.
> >
> > Und statt &?n sollte beispielsweise &~n möglich sein bzw.
> > für &!n könnte man &\n vorsehen.

> Damit ist ein - wie ich meine - grundsaetzliches Problem
> des Umgangs mit TUSTEP und TUE-Prozeduren angesprochen.
> [...] Aber es ist auch bei einem Programmsystem wie TUSTEP, das
> sich selbst treu bleiben will, unvermeidlich, dass Innovatio-
> nen irgendwann einmal mit bewaehrten alten Funktionen in Kon-
> flikt geraten. Das Gesetz der Evolution verlangt dann, dass
> das Alte dem Neuen Platz macht.
Das sehe ich auch so. Aber hier geht es nicht so sehr um ein
Verdrängen des Alten, sondern eher um eine Koexistenz:

Die Formatiere-Steuerzeichen '&!n' und '&?n' können jetzt 
auf keinen Fall abgeschafft werden. Sie sollten weiterhin
verwendet werden können (in alten Tue-Dateien), sollten
aber nicht mehr dokumentiert sein. An deren Stelle könnten
neue treten, nämlich '?\n' und '&~n'. Und außerdem wäre
es meiner Meinung nach nützlich, wenn die ganz alten
Steuerbefehle '$n' und '$$$n' wieder in der Beschreibung
stünden.

> Du sagst ja selbst, dass man einer TUE-Prozedur von aussen
> nicht ansieht, was in ihr drinsteckt. Wenn mehrere Platzhalter
> '?1', '?2' usw. verwendet werden, weiss der Anwender erfahrungs-
> gemaess nach kurzer Zeit schon nicht mehr, welcher Platzhalter
> wofuer steht. Wenn es bei den Platzhaltern bloss um Dateinamen
> u.dgl. geht, steht deshalb in meinen TUE-Prozeduren im Kopf
> beispielsweise ein kleiner Abschnitt mit Deklarationen, der
> mir schnell ueber die verwendeten Variablen und deren Belegung
> Auskunft gibt, und in der Prozedur werden die Variablen dann
> (eingeschlossen in spitzen Klammern) verwendet. Zum Beispiel:
>    #de,,*
>    TXT = Sammelband.TXT
>    FNT = Sammelband.FNT
>    PSD = Sammelband.PS
>    SCH = Schriften.XYZ
>    GRA = Sammelband.GRA
>    *eof
>    #an,,<TXT>'<FNT>'<SCH>'<GRA>
>    #da,<PSD>,sdf-ap
>    #sa,<TXT>,.....,SCH=<SCH>
>    <usw.>
> [...]
>   Freilich haben sowohl dieses Verfahren wie auch das der
> Platzhalter einige Schwaechen. Die mit #de,,* definierten
> Variablen funktionieren nur auf der Kommandoebene, nicht
> auf der Parameterebene.
Das geschieht wohl aus Gründen der Praktikabilität. Denn wenn
Variablen der Kommandoebene auch in der Ebene der Parameter
verarbeitet werden, kommst Du mit Tags und allerlei anderen
Kodierungen nur in andere, womöglich noch größere
Schwierigkeiten.

> Aber es gibt m.E. dennoch eine wirklich gute Loesung da-
> fuer, naemlich die der Kommandomakros.
Das stimmt wohl. Aber wenn ich Tustep-Anfängern zeigen
möchte, dass man nicht immer einen Buchsatz herstellen
muss, um etwas auszudrucken, dann bietet sich eben
nach wie vor das Formatieren an. Wenn ich dann aber, um
einen einfachen Formatiere-Job mit wenigen überschaubaren
Kommandos in ein Makro stecken muss, um die Steueranweisungs-
probleme zu umgehen, dann ist das einfach zu umständlich
und gerade für Anfänger nicht überzeugend. 

> [...] Aus diesen Gruenden wuerde ich heute [...]
> fuer die Beibehaltung des
> Status quo plaedieren und eher empfehlen, die kleine Um-
> stellung der eigenen Prozeduren auf Kommandomakros vor-
> zunehmen.

Ich wünschte mir, dass Du Dir die Sache nochmals durch
den Kopf gehen lässt. Und ich gebe die Hoffnung auf
neue, alternative zusätzliche Steueranweisungen nicht
auf.

> Ganz nebenbei sei noch darauf hingewiesen, dass es in
> FORMATIERE auch schon seit Jahren die Moeglichkeit gibt,
> Spitzklammernmakros '<...>' zu definieren und zu ver-
> wenden. Und da ich schon seit vielen Jahren aus voller
> Ueberzeugung die Abkehr von jeglicher harten Formatie-
> rung predige und statt dessen die Verwendung der sach-
> lichen Auszeichnung (fuer die besagte Spitzklammermakros
> nach dem bewaherten Vorbild von HTML und XML bestens ge-
> eignet sind) nahelege, will ich an die damit verbundenen
> Vorteile und Chancen (der Plattformunabhaengigkeit, der
> Portierbarkeit und der Konservierbarkeit der Daten) mit
> Nachdruck erinnern.
Das war ja der Ursprung der Problematik, die ich dargestellt
habe. Um solche Spitzklammermakros aufzulösen, muss ja
'&?n' und '&!n' verwendet werden, womit wir wieder am
Anfang unserer Diskussion stehen.

Mit neuem Stoff zum Grübeln und besten Grüßen
pst



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